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BaldMan's Mojo

Epiphone Les Paul - tot wie eine Dose Ölsardinen

Quirin kam wg. seiner alten Epiphone LesPaul zu mir. Die gab keinen Laut von sich.

Bestandsaufnahme

Durchmessen der Elektrik zeigte, daß alle Potis hin waren. Sicherheitshalber wurden noch die Potis gebrückt. Da kam dann auch ein Ton raus. Später wollte er auch noch die Pickups getauscht haben, da die Originalen matschig waren. Zum Einsatz kamen Warman Zebras aus England. Ich liebe Warman Pickups. Gut und günstig. Die haben mich noch nie enttäuscht. Weder bei Kundengitarren noch bei meinen eigenen. Aber die mussten erstmal bestellt werden. Warman ist schnell. Meist sind die Pickups trotz Zoll innerhalb von 10 Tagen da.

Reparatur

Zuerstmal auseinandergebaut. Die Deckel von Schalter und E-Fach hatten Abschirmfolie drauf. Allerdings beim Schalter keine Masseverbindung und beim E-Fach nur ein unter einem Poti eingeklemmter Streifen Alufolie vorhanden. Also erstmal ordentlich mit Abschirmlack abgeschirmt und mit dem Multimeter überprüft.

Dann die Potis vorbereitet (Kondensator um Tonpoti, Masseverbindung am Volumepoti). Ich löte an Volumepotis immer eine Drahtbrücke statt einen Kontakt zum Gehäuse zu biegen. Und dann hiess es erstmal warten auf die Pickups.

Zwischenzeitlich fiel die Entscheidung Push-/Pull Potis als Tonpotis einzubauen, da die neuen Humbucker splitbar waren. Und ich merkte etwas, was ich bei Gibson/Epiphone noch nie hatte. Die Potis passten nicht rein. Das E-Fach war zwar etwas unsauberer gefräst als normal und darauf war ich nicht gefasst.

Der richtige Schleifer auf dem Dremel schaffte den Platz (merke: ein schwarzer Hoodie ist definitiv die falsche Kleidung wenn man was schleift). Nur die Abschirmung musste ich nochmal machen. War aber nicht so wild, da ich die Pickups wg. des Splittings ohnehin noch abschirmen musste.

Dann die alten Pickuprahmen gereinigt und die Pickups mit neuen Schrauben eingebaut.

Witzig waren auch die alten Potis und die Bohrungen. Typisch Asien. Vor allem bei alten Gitarren. Die Bohrungen im Body hatten 3/8" (9,5mm). Die Potis 8 mm Schaft. USA Bohrungen und metrische Bohrungen. Als Ersatz kamen natürlich 3/8" Potis rein. Statt Push-/Pull kamen Push/Push (einmal drücken eingeschaltet, nochmal drücken ausgeschaltet) Potis rein. Die gab es in 3/8"

Dann das ganze zusammengelötet. Die Buchse wurde erneuert. Beim Einbau habe ich erstmal blöde geschaut. Passte nicht in den Body. Grund? Früher stand bei den Buchsen weniger Isoliermaterial über. Und die Bohrung im Korpus war sehr knapp. Also kurzerhand die Überstehende Isolierung weggefeilt und die Buchse passte. Die Ton Potis erhielten noch neue Kondensatoren. Nicht weil die alten defekt waren - die Anschlüsse waren einfach für Potis mit Schalter zu kurz. Nach dem Löten Klopftest (Gitarre am Amp und mit dem Schraubenzieher auf die Potis klopfen) gemacht. Alles funktionierte.

Zusammenbau und Setup

Die alte Brücke war hin. Zinkfraß. Aber ich hatte noch welche von dem Modell. Irgendwann mal als Schnäppchen gekauft. Beim Aufziehen der Saiten war ich mit dem Saitenhalter nicht wirklich zufrieden. Zum einen find da auch der Zinkfraß an, zum anderen saßen die Saiten nicht gut. Die Bohrungen des Saitenhalters waren kleiner als das Ballend der Saiten. Das erklärte, warum die alten Saiten im Saitenhalter fest saßen. Also auch getauscht. Hatte ich wahrscheinlich irgendwann mal mit der Brücke erworben.

Saiten drauf, gestimmt - und es schepperte auf den unteren Bünden. Sollte der Sattel noch fällig sein? Taufrisch war der nicht mehr. Es stellte sich aber dann heraus, dass die Halskrümmung nicht stimmte. Eingestellt, Saiten gedehnt, nochmal gestimmt und die Saitenlage, Oktavreinheit und Pickuphöhe eingestellt. 

Das war's. Fertig.

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