Wir würden gerne Cookies auf Ihrem Rechner platzieren, um uns zu helfen diese Website zu verbessern. Erfahren sie mehr über diese Cookies in der Datenschutzerklärung.

BaldMan's Mojo

Keine Partscaster - ein Parts Jazz Bass

Vor einiger Zeit kaufte ich günstig einen J&D JB Vintage 1975 BK Jazz Bass. Erle Body, Ahornhals - gute Basis zum supern. Angeblich sollte der Halsstab nicht einstellbar sein. Tja - da griff wirklich nichts. Rausdrehen ging, aber beim reindrehen rutschte der Schlüssel. Und der lange mit T-Griff ging überhaupt nicht rein.

Also Griffbrett runter und Halsstab  tauschen. Das war zumindest der Ansatz. Und da merkte man den Unterschied zwischen günstig und hochwertig. Die Maserung des Griffbretts lief nicht parallel zum Hals, sondern schräg. Und dadurch war ich irgendwann mit dem Trennmesser im Griffbrett statt in der Leimfuge. Schrott.

Trotzdem nahm ich das Griffbrett noch runter. Und fand einen völlig intakten 2-Wege-Halsstab. Das problem war der Winkel der Zugangsbohrung und die tiefliegende Einstellschraube. Dadurch passte kener meiner Schlüssel (jetzt habe ich passende).

Anderen Hals besorgt und ....Doppelmist. Der Hals ist (immer noch) schön, aber er hatte ein Logo. Nach dem Entfernen war natürlich das Logo im Holz zu sehen, da das darunter nicht nachgedunkelt war. Alles abschleifen? Stand bei dem Bass in keinem Verhältnis zum zu erwartenden Verkaufspreis. Ab in die Ecke mit dem Hals.

Bei kleinanzeigen.de fand sich dann ein fast neuer Hals.

Hals und Sattel

Mein Logo sollte drauf. Also erstmal alles abbauen was stört, Nassschiebebild (Laserfarbdrucker) drauf und matten Klarlack drüber. Dann die Bohrungen im Halsfuss verdübelt und die Bünde abgerichtet und poliert.
 
Bevor ich an den Sattel ging wurden Mechaniken und Saitenniederhalter wieder montiert. Sonst weiss man ja nicht, wohin man mit der Sattelfeile zielen muss. Knochen gesägt, geschliffen und eingepasst und dann auf vorläufige Höhe geschliffen.
 
Bischen zu hoch angezeichnet - also die Saitenschlitze tiefer feilen. Bei der E-Saite passierte es. Feile verkantet und - knack. Das Stück zwischen E-Saite und Griffbrettkante brach ab. Neu machen? Nö - das kann man reparieren, wenn man wie hier einen sauberen Bruch ohne Absplitterungen hat. Etwas dünnflüssiger Sekundenkleber löste das Problem. Das bricht eher neben der Klebestelle. Mit Sekundenkleber und Knochenstaub oder Backpulver kann man sogar Saitenschlitze auffüllen und neu feilen. Durchaus zuverlässig. Da macht man den Sattel nur neu, wenn die Fuge zu sehen ist. Und hier sah man nichts. Schwein gehabt.
 
Zu Ende gefeilt, den Sattel auf Höhe und in Form gebracht und poliert. Fertig war der Hals.
 
 

 

 

Letzte Bearbeitung:
nach oben